Sascha Schmid wird Vize-Präsident der SVP Kantonsratsfraktion

Der Grabser SVP-Kantonsrat Sascha Schmid übernimmt innerhalb der Partei eine wichtige Funktion. Der bald 27-Jährige wird Vize-Präsident der SVP-Fraktion. Im Gespräch mit „Werdenberg aktuell“ verrät er, dass er klare Ziele verfolgt und wie er die Region in der Bundesversammlung vertreten würde.

Interview: Annina Dietsche-Veit

 

Ab der November-Session werden Sie das Amt des Vize-Fraktionspräsidenten der SVP im Kantonsrats übernehmen. Was bedeutet Ihnen dieses Amt persönlich?

 

Sascha Schmid, Kantonsrat, Grabs: Schon als 12-Jähriger war es mein Wunsch, Verantwortung für unseren Kanton zu übernehmen. Dass ich nun nach vier Jahren im Kantonsrat sowie zehn Jahren Einsatz in der SVP und Jungen SVP zum Vizepräsidenten der grössten Fraktion im St.Galler Kantonsrat gewählt wurde, ehrt und motiviert mich sehr.

 

Politisch weniger interessierten Bürgerinnen und Bürgern ist wohl nicht ganz klar, was Ihre neue, zusätzliche Aufgabe sein wird. Können Sie diese kurz erklären?

 

Die Fraktionen im Kantonsrat entsprechen zumeist den grösseren Parteien in unserem Kanton. Die SVP-Fraktion stellt dabei 35 der 120 Kantonsratsmitglieder. Zusammen mit dem Präsidenten vertrete ich die Fraktion gegen aussen. Viel wichtiger ist jedoch die Führung, Vorbereitung und Koordination von Geschäften in der Fraktion, aber auch die Schaffung von Mehrheiten im Rat. Als Vizepräsident ist es meine Aufgabe, den Präsidenten dabei bestmöglich zu unterstützen und nötigenfalls in seiner Rolle zu ersetzen. Als eine meiner wichtigsten Aufgaben sehe ich weiterhin, ein offenes Ohr für die Anliegen der Bevölkerung zu haben – schliesslich sind wir die Volkspartei.

 

Erst kürzlich haben Sie das Präsidium der JSVP des Kantons St.Gallen abgegeben. Wurde es Ihnen in der Zwischenzeit bereits langweilig, dass Sie gleich wieder ein Amt übernehmen oder war dies so von langer Hand geplant?

 

«Von langer Hand geplant» ist übertrieben. Aber natürlich setze ich mir Ziele und verfolge diese auch. Für mich war es der richtige Zeitpunkt, die Führung der Jungen SVP Kanton St.Gallen an die nächste Generation weiterzugeben. Dass fast gleichzeitig das Amt des Vizepräsidenten neu ausgeschrieben wurde, ist reiner Zufall. Langweilig wäre es mir so oder so nicht geworden: Ich habe ein tolles Umfeld und in meinem Job darf ich ab Januar mehr Führungsverantwortung übernehmen.

 

Sie sind im besten Alter, haben jetzt ein zusätzliches, hohes Amt inne. Wohin soll Sie Ihre politische Karriere künftig noch führen?

 

Ich werde mich nun zuerst meiner neuen Aufgabe als Vizepräsident annehmen. Was danach kommt, kann ich heute noch nicht planen. Ich werde bald 27 Jahre alt, Familie, Beruf und in naher Zeit ein Masterstudium in Wirtschaftsinformatik werden in den nächsten Jahren wohl prägend sein. Was sicher ist: Ich bin gespannt auf die Herausforderungen, welche die Zukunft bereithält.

 

Das Werdenberg stellt aktuell weder einen National- noch einen Ständerat. Werden sie der nächste Werdenberger Vertreter im Bundeshaus sein?

 

Es ist wichtig, dass kleine und innovative Regionen wie das Werdenberg in Bern vertreten werden. Sollte ich die Bürgerinnen und Bürger des Werdenbergs einmal in der Bundesversammlung vertreten dürfen, werde ich dies konsequent und überzeugt tun. Aber wie bereits erwähnt: Ich möchte stetig an meinen Herausforderungen wachsen. Vielleicht kandidiere ich 2023 für den Nationalrat – vielleicht auch nicht. Am Ende entscheidet ohnehin das Volk.

 

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