Klare Ziele zum einjährigen Bestehen

REGION/OBERRIET ⋅ Der Verein Sichere Grenzen im Rheintal (SGiR) feiert sein Ein-Jahr-Jubiläum und lud zur Hauptversammlung. Mit ehrgeizigen Zielen und einem Referat beschenkte sich der Verein gleich selbst.

Erwin Böhi, Sandro Hess, Sascha Schmid, Mike Egger und Dominic Büchler (v.l.n.r.).
Erwin Böhi, Sandro Hess, Sascha Schmid, Mike Egger und Dominic Büchler (v.l.n.r.).

Am vergangenen Dienstag trafen sich die Mitglieder des über­parteilichen Vereins Sichere Grenzen im Rheintal (SGiR) im Restaurant Adler in Oberriet zur jährlichen Hauptversammlung. Der Verein, welcher vor rund einem Jahr von den Kantonsräten Sascha Schmid aus Grabs und Mike Egger aus Berneck ins Leben gerufen wurde, nutzte die Gelegenheit, um seine Ziel­setzungen klarzustellen. «Wir wollen die Sicherheit in unserer Region durch systematische Grenzkontrollen stärken, auch wenn die politische Situation schwierig ist», resümiert Schmid. Die Petition sei ein erster Schritt dazu.

 

Aufstockung gefordert

 

Die Bevölkerung steht hinter mehr Grenzsicherheit: So sollen sich 2015 in einer Umfrage eines Lokalsenders 70 Prozent der Ostschweizer für systematische Grenzkontrollen ausgesprochen haben. Dies sei Anlass genug, um mit einer Resolution gegen das opportunistische Handeln der Bundeshausfraktionen vorzugehen. «Wir fordern die Fraktionen des Parlaments dazu auf, das Grenzwachtkorps sofort auf­zustocken», fordert Mike Egger. Die Mitglieder befürworteten einstimmig die Empfehlung des Co-Präsidiums, eine Resolution zu erlassen.

Mit Markus Kobler, Kommandant der Grenzwacht-Region III, konnte ein hochkarätiger ­Referent gefunden werden. «Ein Personalausbau im Grenzwachtkorps ist eine Investition in die Zukunft», berichtet Kobler. Man müsse sich bewusst sein, dass von der Ausschreibung bis zum fertigen Grenzwächter rund drei Jahre vergehen. Er bemerkt: «Politische Manöver im Tages­geschäft bringen nichts, eine konsequente Haltung zu einer Verstärkung der Grenzwacht ist entscheidend.»

 

Einblicke ins Grenzwachtkorps

 

Ein Ausbau des Grenzwachtkorps könne zudem sogar Geld sparen: «Wenn wir Kriminaltouristen, Schmuggler und illegale Einwanderer an der Grenze aufgreifen können, überwiegt der Nutzen die Kosten.» Für die Präsidenten Sascha Schmid und Mike Egger ist klar, dass in puncto Grenz­sicherheit etwas geschehen muss. Die Politik müsse endlich zum Handeln bewegt werden. «Wir werden weiter Druck machen und die Aufstockung des Grenzwachtkorps in Bern einfordern, dies sind wir unserer Sicherheit schuldig.»

 

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