Session-Infos aus erster Hand

Kürzlich traf sich die SVP Werdenberg zum Sessionsbericht. Die Kantonsräte berichteten.

Sascha Schmid, Mirco Rossi und Dominic Büchler (v.l.n.r.)
Sascha Schmid, Mirco Rossi und Dominic Büchler (v.l.n.r.)

GAMS. Kantonsrat Mirco Rossi begrüsste zur dritten Ausgabe des Werdenberger Sessionsberichtes – erstmals mit dem neu gewählten Sascha Schmid. Zusammen mit Dominic Büchler berichteten sie aus erster Hand über die vergangenen Kantonsratssession.

«Die Junisession war dieses Jahr vergleichsweise ruhig», resümierte Rossi. Trotzdem wurde eine beachtliche Zahl an Geschäften absolviert, wie er mit einem Verweis auf die prallgefüllten Ordner ergänzt. «Von besonderer Bedeutung war die kritische Betrachtung der Jahresrechnung 2016.» Wie Rossi bemerkte, trüge das vermeintlich gute Jahresergebnis enorm. «Rund 50 Millionen Franken stammen aus dem Bezug von Eigenkapital, circa 80 Millionen können auf ausserordentliche Ausschüttungen der Nationalbank zurückgeführt werden.» Bedenklich seien zudem die stetig steigenden Staatsauslagen: Gegenüber 2014 betrug dieser Anstieg 2,8 Prozent. Er zieht deshalb eine durchzogene Bilanz und verweist auf weitere Sparmassnahmen: «Wir sind noch nicht über den Berg.»

 

Knappe Wahl

 

Danach übernahm Dominic Büchler das Wort. Zunächst berichtete er über die knappe Wahl des Kantonsratsvizepräsidenten. «Normalerweise werden die Vorschläge der Fraktionen für dieses Amt im ersten Wahlgang genehmigt», bemerkt Büchler.

Offenbar hatten viele Ratsmitglieder Bedenken wegen des geringen Alters des 26jährigen Nesslauers Ivan Louis. Büchler resümierte in den Worten des neuen Kantonsratspräsidenten: «Sollte sein Alter sein einziger Fehler sein, wird er wenigstens von Tag zu Tag kleiner.» Louis wurde schliesslich im zweiten Wahlgang von einer grossen Mehrheit des Rates das Vertrauen geschenkt.

 

Erster Tag im Kantonsrat

 

Zu guter Letzt meldete sich mit Sascha Schmid das jüngste Mitglied zu Wort: «Anfangs war ich überwältigt von der enormen Papierflut.» Dank einiger Tips und einer seriösen Vorbereitung fand sich der neugewählte Grabser jedoch schnell in den Akten zurecht. «In einer fraktionsübergreifenden Motion wurde die Einführung eines Regulierungs- controllings gefordert.» Dieses bezweckt die periodische Überprüfung neuer Erlasse auf deren Effektivität und wurde vom Rat deutlich angenommen.

In Anspielung auf eine Motion von einem Fraktionskollegen, welche Mundart als Ratssprache zu etablieren versuchte, wies Schmid entgegen der Mehrheit des Rates auf die Vorteile hin. «Zu viele Ratskollegen lesen mehrere Seiten Text in Schriftsprache lediglich ab. Schweizerdeutsch würde jene zu einer freieren Redetechnik ermuntern und damit die Aufmerksamkeit fördern.»

Zum Ende mischen sich die drei Kantonsräte in ungezwungener Runde unter die Anwesenden. Alle zeigen sich zuversichtlich für die ihnen bevorstehenden Aufgaben und freuen sich auf eine weitere Legislatur. (pd)

 

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