SVP auf den Spuren von "Isa Heiri"

Am vergangenen Mittwoch traf sich die SVP des Kreis Werdenberg zur Besichtigung der Firma Eggenberger Recycling in Buchs SG. Durch interessante Informationen aus erster Hand konnten sowohl die Kantonsratskandidaten als auch die zahlreich erschienenen Mitglieder ihr wirtschaftliches Profil schärfen. 

Die SVP Werdenberg auf Besuch bei der Eggenberger Recycling AG.
Die SVP Werdenberg auf Besuch bei der Eggenberger Recycling AG.

 

Pünktlich um 19:00 Uhr begrüsst Kantonsrat Mirco Rossi die zahlreich erschienenen Mitglieder – darunter auch zahlreiche Neumitglieder und sämtliche Kantonsratskandidaten. „Als wirtschaftsnahe Partei ist es für uns ein Privileg, einen vertieften Einblick in die Tätigkeit einer solch geschichtsträchtigen Unternehmung zu erhalten,“ so Rossi. In der Tat darf die Firma Eggenberger Recycling auf eine lange und erfolgreiche Vorgeschichte bauen.

Sascha Quaderer, Geschäftsleiter und Gastgeber des Abends, beginnt mit der Geschichte seines Familienunternehmens. Als sein Grossvater Heinrich Eggenberger im Jahre 1915 beschloss, seine eigene Unternehmung zu gründen, griff dieser auf einfachste Mittel zurück. So begann der Jungunternehmer „Isa Heiri“ mit Hilfe eines Leiterwagens bereits im Alter von 20 Jahren mit Altstoffen zu handeln. In der Zwischenzeit machte sich die Unternehmung einen Namen, etwa als 1923 250 Stickereimaschinen verschrottet wurden. 1939 fand mit dem beginn des Zweiten Weltkrieges der erste von bisher drei Generationenwechseln statt, wobei die Kollektivgesellschaft Heinrich Eggenberger & Cie. an seinen zweitgeborenen Sohn weitergegeben wurde.

 

Frischer Wind für altbewährte Werte

 

Seit der HSG-Student Sascha Quaderer als vierte Generation 1999 in der Geschäftsleitung Einzug hielt, fand ein stetiger Wandel statt. So wurde etwa die einstige Kollektivgesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, ein Joint-Venture mit der Loacker Recycling GmbH aus Götzis (A) im Recyclingbereich unter der neuen Firma „Eggenberger Recycling AG“ etabliert und dadurch der Kauf eines neuen Recyclingareals in Buchs SG ermöglicht. Vergangenes Jahr durften sie ausserdem ihren ersten Recyclist-Lehrabsolventen feiern.

Quaderer wies auch auf die Besonderheiten des „Schrotthandels“ hin: „Wir bewegen uns auf einem Markt mit dünnen Margen und volatilen Rohstoffpreisen. Für Fehler bleibt kaum Spielraum.“ Die Frage von Roman Rauper, ob dies bedeute, dass die Eggenberger Recycling mit Rohstoffen spekuliere, verneint Quaderer vehement. Wichtig sei, dass der höchst mögliche Preis für die gesammelten Rohstoffe erzielt werde. „Um zu spekulieren, bräuchte man heute ohnehin keine Lagerhalle mehr.“

Er weist damit auf die rund 10’000m2 umfassende, überdachte Lagerstätte hin, welche Platz zur Expansion des Unternehmens bietet. Auf dem Dach ist eine der grössten Photovoltaikanlagen in der Region montiert. „Wir versorgen damit rund 250 Haushalte mit sauberem Strom,“ resümiert Quaderer. Auch in Sachen Transport bemüht sich Eggenberger Recycling um Nachhaltigkeit. So führt eine Gleisanlage in die Lagerhalle, um möglichst grosse Mengen mit der Eisenbahn zu transportieren.

 

SVP beeindruckt und Handlungswillig

 

Zum Ende des Rundgangs übergibt Mirco Rossi scherzend einen Klumpen Eisen und Sarganserländer Wein. Die beiden werden mit einem kräftigen Applaus verdankt. Die SVP Werdenberg zeigte sich am Ende begeistert von der Innovationskraft des Unternehmens und dem Beitrag zum Wirtschaftsstandort Werdenberg. „Unglaublich, was durch Werdenberger Unternehmergeist aus dem damaligen „Isa Heiri“ geworden ist,“ schlussfolgert Dominic Büchler. Sascha Schmid fügt an: „Es lohnt sich, qualitativ hochstehende Entsorgungsprozesse weiterhin in der Schweiz durchzuführen und es liegt an uns, beste Voraussetzungen für unseren Wirtschaftsstandort zu schaffen.“

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