Weshalb eine Lehre absolvieren, wenn...

...ein minimaler Stundenlohn von CHF 22 pro Stunde auch für Ungelernte - unabhängig von der Branche oder geschweige denn der Nachfrage - winken würde? Weshalb sollte ich drei bis vier Jahre zu einem vergleichsweise mickrigen Lehrlingslohn schuften, mich erst noch dem Druck eines Lehrmeisters beugen und mir dauernden Lernstress einbrocken, wenn ich doch gleich CHF 4000 im Monat verdienen könnte! Ich könnte sofort ausziehen, mit meinem Schatz zusammenziehen, vielleicht mit 18 gleich ein Auto kaufen.

Genau so könnte eine Annahme der Mindestlohn-Initiative die Entscheidungsfindung beeinflussen. Was die Initiative will, ist nichts anderes als ein staatliches Lohndiktat, welches in seiner Ausführung wie blanker Hohn in den Ohren eines Berufslehr-Absolventen tönen muss. Eine ungelernte Person soll künftig etwa gleich viel verdienen, wie eine Fachkraft nach abgeschlossener Berufslehre.

Ich fordere Sie deshalb auf, am 18. Mai ein kräftiges NEIN in die Urne zu legen. Sagen Sie NEIN zu Fehlanreizen und NEIN zum staatlichen Lohndiktat!

 

- Sascha Schmid, Vorstandsmitglied JSVP SG und SVP Werdenberg

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